Ein wertvoller Ort in Nürnberg

Nach 20 Jahren in und um Nürnberg ermüdet mich manchmal die Enttäuschung, welche mir widerfährt, wenn ich einen „schönen“ und gleichzeitig gelassenen Ort suche. Berge und leichte Täler, die Ruine, all das Drumherum kennt man. Aber es ist keine „Kirche“ dabei. Ich meine jetzt nicht den alltäglichen Gebrauch der „Kirche“, sondern deren Inbrunst, gell? Naja, „Inbrunst“, hab keine Ahnung, was das wirklich bedeutet. Vielleicht meine ich Ehrfurcht. Ha – auch schon wieder so ein greller Begriff mit viel Beigeschmack.

Ich meine: Den Ort, der mir die Mundwinkel hebt.

Aber wenn man durch Nürnberg schlendert und dann in eine Nebengasse gleich im „Roten Viertel“ einbiegt, gelangt man zum Kunstmuseum. Es ist nicht alt, doch ein Meisterwerk aktueller Architektur. Nicht Außen-Archiktektur oder Innenarchtektur. Nicht Grenzen der Klassifizierung, sondern ein Ganzes in engem Raum.

Wovon schreibe ich? Von DEM Kunstwerk in Nürnberg – eine „schlichte“ Treppe im Kunstmuseum.