Nein – eher müsste es heißen: Die Melancholie, Anglern zuzusehen. Und dabei betrifft es weniger die Angler, als den Verlust durch die Angler. Am 1. Oktober eröffneten sie die Saison am nahegelegenen See – und ich wollte noch baden! Natürlich ist dies eine Ausnahme. Selten stören sich Hunde und schwimmende Menschen an Angelleinen im Oktober, die 30 – 40 Meter vom Ufer entfernt fast unsichtbar ins Wasser tauchen. Aber plötzlich eine Leine oder eine Mini-Boje in der Hand? Und am Ufer der erzürnte Angler?
Angler sind ja – so meine Vermutung – per se schon erzürnt. Ich komme näher, am Ufer, auf dem Steg, und sie sind eine Spur zu „abwesend“. Oder genau das aktiv darstellend, was sie vermitteln möchten: Weshalb bist Du hier und verjagst meine Fische?
Das bilde ich mir selbstverständlich nur ein: Angler, welche ihr abgestecktes Territorium mit 2 Angeln, die mindestens 50 Meter von einander entfernt stehen, abstecken gegen den Alltag um sich herum. Bei 10 Anglern ist das schon ein halber Kilometer! Und unser Hund läuft und man sieht mit jeder neuen Etappe ein verbrämtes Gesicht unter Mütze und Kragen.
Diese Begnung war entspannt: Möchtest Du einen Apfel (meinen), es ist gut so am Morgen, ja – das Meer …
